Unser Wahlspezial-FAQ

Am 26. September 2021 ist es soweit: Deutschland wählt den 20. Bundestag.
An diesem Datum entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über ein neues Parlament und bestimmen so, wer sie und ihre Interessen vertreten soll.

Über 60 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Die Zahl der Erstwählerinnen und Erstwähler, also Personen, die erstmals an einer Bundestagswahl teilnehmen dürfen, liegt bei etwa 2,8 Millionen Menschen.
Bundestagswahlen sind für viele Leute oft mit jeder Menge Fragen verbunden.
Das ist mehr als verständlich!

Wir haben darum wichtige Eckdaten, Fakten und Infos rund um die Wahl für Euch gesammelt und in unserem FAQ zusammengefasst.

Fünf Playmobilfiguren an einem rundem TischUm an der Bundestagswahl teilnehmen zu können, muss man mindestens 18 Jahre alt sein und einen deutschen Pass haben. Auch Personen die genau am Wahlsonntag volljährig werden, sind wahlberechtigt. Wichtig ist lediglich, dass man am Wahltag 18 Jahre alt ist.

2019 gab es einige wichtige Neuerungen rund um das Wahlrecht. So dürfen mehr Gruppe wählen als sonst. Weitere Infos gibt es unter:
https://www.tagesschau.de/inland/btw21/faq-wahlberechtigte-101.html

Diese Frage beantwortet sich leichter, wenn man sich klar macht, wer NICHT gewählt wird. Auch wenn Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock in TV-Duellen und Interviews, darüber sprechen, warum sie ein guter Kanzler oder eine gute Kanzlerin wären, sucht man ihre Namen auf dem Marburger Stimmzettel vergebens.

Der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin wird in Deutschland nicht direkt durch die Bevölkerung gewählt, sondern durch den Bundestag bestimmt.
Am 26. September entscheiden die Wählerinnen und Wähler darüber welche Parteien dort wie vertreten sind.

Welche Aufgaben die Abgeordneten im Bundestags übernehmen, könnt Ihr Euch hier anschauen: https://www.mitmischen.de/erklaervideos

Wahlschein und 3 Spielfiguren, je eine schwarz, rot, gelbDie Wahl findet frei, gleich und geheim statt. Es geht niemanden etwas an wie eine Person abstimmt. Jede Stimme zählt gleichermaßen viel.

Bei der Bundestagswahl haben die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen: die Erst- und die Zweitstimme.
Mit der Erststimme wird
darüber entschieden, welcher Politiker oder welche Politikerin aus dem Wahlkreis Marburg-Biedenkopf, künftig im Bundestag sitzen soll. Weil es sich um die konkrete Auswahl einer Person handelt, nennt man dies Direktmandat.
Bei der Zweitstimme wiederum setzt man das Kreuzchen für eine Partei. Man nennt diese Stimme auch Listenstimme.

Zum Hintergrund: Jede Partei legt vor der Wahl eine Liste mit Personen fest, die in den Bundestag einziehen möchten. Je mehr Stimmen eine Partei bekommt, umso mehr Politikerinnern und Politiker von dieser Liste können im neuen Parlament arbeiten.

Wie sich der Bundestag auf Basis der Wahlergebnisse zusammensetzt, könnt Ihr Euch hier anschauen:
https://www.bpb.de/mediathek/339003/ueberhang-und-ausgleichsmandate-2021

Ein Wahlreuz, Kreise und ein roter Stift.Nein, das ist nicht möglich. Wer am Wahltag verhindert ist oder den Sonntag lieber bequem auf der Couch verbringen will, kann allerdings vorab eine Briefwahl beantragen.

Das Ausfüllen der Wahlunterlagen ist einfach und geht schnell.

Unter diesem Link findet Ihr eine Zusammenstellung der wichtigsten Fakten: https://www.galileo.tv/life/wie-sieht-ein-wahlzettel-fuer-die-bundestagswahl-2021-aus/

Zwei Turnschuhfüße auf einer gelben Linie vor einem Pfeil, der in drei Richtungen weißt.Wer die Wahl hat, hat die Qual. Manchmal ist es gar nicht so leicht, zwischen Fernsehduellen, Wahlplakaten und Co. nicht den Überblick zu verlieren.

Es gibt viele Gründe sich für oder gegen eine Partei oder eine Person zu entscheiden. Oft ist man auch nicht immer mit allen Vorstellungen und Forderungen einverstanden.
Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, hilft nur eins: gut informieren!
Hierbei gibt es zahlreiche Möglichkeiten und richtig gute Unterstützungsangebote. Schaut Euch um und checkt immer auch, ob die Quellen wirklich vertrauenswürdig sind.

Wir haben Euch hier eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Erhobener Zeigefinger vor bunt-transparenten Sprechblasen1) Weil mans kann!
In vielen Ländern der Welt sind freie und geheime Wahlen, bei denen die Bevölkerung darüber entscheidet, durch wen sie politisch vertreten werden möchte, eine Wunschvorstellung. Es ist also ein Privileg, dass wir über das Recht auf freie und geheime Wahlen verfügen.

2) Weil der Laden sonst nicht läuft!
Heißt konkret: Unser politisches System beruht darauf, dass die Bevölkerung Politikerinnen und Politiker wählt, durch die sie vertreten werden. Geht keiner zur Wahl, kann das System nicht funktionieren.

3) Weil sonst die anderen entscheiden!
Wer sein Kreuzchen nicht setzt, überlässt den anderen das Feld. Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass Mehrheiten immer knapper werden und jede Stimme zählt.

Ja, es stimmt: Man kann nur dann seine Stimme abgeben, wenn man das 18. Lebensjahr vollendet hat und über einen deutschen Pass verfügt. Trotzdem habt Ihr natürlich auch eine Meinung!

Diese könnt Ihr zum Beispiel bei Junior-oder U18-Wahlen ausdrücken. Das geht zum Beispiel am 17. September 2021 im Haus der Jugend. Weitere Infos hierzu findet Ihr unter:
https://www.hausderjugend-marburg.de/ran-an-die-stimmzettel-u18-wahl-im-haus-der-jugend/

Wusstet Ihr außerdem, dass es seit einiger Zeit im Deutschen Bundestag auch eine Kinderkommission (KiKo) gibt?

Sie vertritt die Interessen der unter 18-Jährigen im Parlament. Jede Fraktion des Deutschen Bundestages entsendet eine Abgeordnete oder einen Abgeordneten in die Kinderkommission. Die ausgewählten Politikerinnen und Politiker sind in der Regel gleichzeitig Mitglieder des Familienausschusses. So können sie die Interessen junger Menschen auch dort vertreten und besser auf das Parlament Einfluss nehmen.

Was genau die KiKo so macht, könnt Ihr hier erfahren:
https://www.mitmischen.de/bundestag-wissen/artikelseiten/die-kinderkommission/was-ist-die-kiko

Nähere Informationen und Kontakt

Sandra Rabung
Tel.: 06421 201-1745
E-Mail: sandra.rabung@marburg-stadt.de
Arbeitsbereiche:
Politische Bildung, Girls’ Day